Kurztrip nach Amsterdam

Amsterdam ist eine Reise wert. Im Oktober 2016 waren wir für eine Woche dort.

Für unseren Urlaub hatte ich eine spontane Idee: „Lass uns einen Städturlaub machen. Ich möchte nach Amsterdam!“ Nach anfänglicher Skepsis konnte ich Caro überzeugen und Hotel und Zug buchen.
Die Anreise per Bahn ist nur zu empfehlen. Entspannt ankommen und keine Parkplatzprobleme in Amsterdam riskieren. Über die Lage des Hotels hätte ich mir im Nachhinein keine Gedanken machen müssen. Hauptsache nahe einer Tram-Linie, denn Amsterdam ist per ÖPNV sehr gut erschlossen; die Taktzeiten sind hoch.

Am ersten Tag haben wir die Innenstadt unsicher gemacht und uns erstmal vom Flair berieseln lassen. An den Häusern, schmalen, schief und hoch mit den großen Fensterfronten kann man sich nicht satt sehen. Die Kanäle werden mit Pontons oder Hausbooten besiedelt.
Die Führung bei Gassan (Diamanten!) zeigte uns im Show-Schleif-Room die verschiedenen Farben, Formen und Schliffe von Diamanten.
Den Besuch im FOAM, einem Fotografiemusuem, kann man sich getrost sparen und viel Geld sparen. Statt Fotoapparaten empfingen uns skurile Ausstellungen und Videoinstallationen im Zelt.

Buntes Nachtleben

Eng am Kanal geparkt, sieht man in Amsterdam sehr viele Elektroautos oder Hybride. Ein paar alte Schätzchen tummeln sich dort aber auch. Die Tesladichte ist hoch.

Opel

Am Freitag liefen wir morgens vom Hotel durch den Oosterpark zum Artis (Zoo) und sind zuerst in die Austellung Micropia und dann zum Mittagessen ins Café de Plantage gegangen. Das Essen und der Flair im Café hat uns so sehr begeistert, dass wir gleich das Frühstück für den nächsten Tag gebucht haben. Micropia selbst ist toll gemacht. Der wohlbedachte Einsatz von Technik und digitalem Schnickschnack bringt dem Besucher den Mikrokosmos auf eindrucksvolle Weise näher.
Der Zoo selbst ist eine Wucht. Mit schön gestalteter Abwechslung auf engstem Raum ist er eigentlich mehr als einen Besuch wert.

Ruheoase im Zoo

Fahrräder und entsprechende Fahrradwege sind in Amsterdam allgegenwärtig und oftmals haben die Radfahrer mehr Platz als die Autofahrer. Als Tourist muss man aber besonders aufpassen: Radfahrer haben nicht viel Verständnis für Touristen auf dem Radweg. Auch fahren dort Roller…

Fietsen

Am dritten Tag stand das Grachtenrace auf dem Programm. Zig Ruderboote (7—8 Mann) wettstreiten um die schnellste Zeit durch die Grachten von Amsterdam. Das war schon ein Spektakel: Das koordinierte Riemeneinziehen beim der Brückendurchfahrt und die wilden Schimpftiraden, wenn ein unbedarfter Bootsführer sich mitten ins Feld manövrierte…
Zum Tagesende dann die obligatorische Rotlichtführung. Interessanterweise ist dieses Viertel eines der begehrtesten Wohnviertel und tagsüber ein Ausflugsziel für die ganze Familie.

Zieh! Auf Mückenfang

Am letzten Tag haben wir den botanischen Garten besucht — wow! — und sind im Café de Hortus zum Mittagessen eingekehrt. Jede der drei empfohlenen Hauptspeisen war ihre Empfehlung mehr als wert.
Dann ging es weiter zum Ij Eiland, eine Art vorgelagarte Insel mit vielen Wohnungen. Dort haben wir uns die verschiedenen Architekturstile, leider bei Regen und Kälte, angesehen.
Den Abend haben wir dann wieder in der Innenstadt verbracht und auch das schmalste Haus, Singel 7, gesehen: Es ist so breit wie eine Haustüre.

Spiegelbrücke Erdkabel Werkstadttor

Es war ein schöner und abwechslungsreicher Kurzurlaub in Amsterdam. Wir sind jeden Tag etliche Kilometer gelaufen und haben immer gut gegessen. Alles, bis auf’s FOAM, war sehenswert.