Video ist gar nicht schwer…

Was die ganzen Amateur-Videografen auf Youtube können - das kann ich doch auch!
Denkste. Was so einfach aussieht, ist gar nicht so ohne!
Für meinen ersten Selbstversuch konnte ich dank zweier Kameras beim Schnitt aus zwei Einstellungen wählen. Schon mal nicht schlecht, oder?

Aufgenommen habe ich die Videos in 1080p mit 24fps, belichtet mit 1/50s. ISO 800. Beide Objektive (24mm an der 6D, 50mm an der 600D) habe ich jeweils auf f2.8 abgeblendet. Mit dem Fernauslöser habe ich einmalig beide Objektive fokussiert und dann ging’s auch schon los:
Aufnahme 1 starten, Aufnahme 2 starten, zur Synchronisation die Klangschale tönen lassen, eine kurze Jonglage mit 3 Bällen als Eingangsszene und dann habe ich einfach drauflos geplappert.
Etliche Versuche später war das Ding endlich im Kasten und ich begann mit dem Schnitt in Adobe Premiere Pro (Testversion).
Und wenn es das Video durch meine Zensur schafft, zeige ich es euch auch gerne. :-)

Stolpersteine

  • Videodreh ohne Plan ist anstrengend. Beim nächsten Mal habe ich ein Skript und ein Storyboard. Was will ich wann wie sagen? Wo plane ich eine Pause für Schnitte ein? Heute habe ich mich ja recht zufällig für eine der beiden Kameras entschieden.
  • Blende f2.8 beim 50mm war mal ne dumme Idee: Ich stand selten auf dem vorher eingemessenen Platz und bin daher in der Naheinstellung meist unscharf. Das ärgert mich!1
  • Ton. Oh je Ton! Den Ton habe ich mit den eingebauten Mikrofonen aufgenommen. Leider habe ich aus Unwissenheit die Tonspuren nicht rechtzeitig2 von den Videospuren getrennt und den Ton der nahen Kamera beim Schnitt ebenfalls zerschnitten. Als Laie konnte ich das nicht reparieren und musste daher komplett auf den Ton der entfernten Kamera (=leiser) ausweichen damit das Video keine Lautstärkensprünge hat.
  • Vertrauen ist gut, aber eine gute Kontrolle wäre besser (gewesen): Mit dem Klappdisplay der 600D konnte ich zwar grob die Aufnahme prüfen, war aber für die Schärfekontrolle zu weit weg. :-/ Die Totale konnte ich gar nicht kontrollieren. Die 6D hat kein Klappdisplay (es wäre auf die Distanz eh zu klein gewesen) und den Plan die Totale via Notebook (Steuerung der Kamera via EOS Utility) habe ich ganz schnell aufgegeben: Der Lüfter war zu laut. seufz
  • Habe ich schon das fehlende Storyboard angesprochen?

Fazit

Es hat mir trotzdem viel Spaß gemacht und ich bin begeistert, dass ich als Laie zu einem akzeptablen Ergebnis gekommen bin. Die Lust nach mehr ist geweckt.

  1. Ich habe das nämlich erst beim Schnitt gemerkt. Aber dann wollte ich das Video nicht nochmal aufnehmen!

  2. Meine Definition: Nach der Synchronisation der Ton- und Videospuren.